Die Erschöpfung, die niemand sieht

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GETARNTE TRAURIGKEIT. „Man geht zur Arbeit, erfüllt alle Rollen - und fühlt sich trotzdem leer", beschreibt Dr. Judith Joseph das Muster.

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Sie funktionieren - oft besser als alle anderen. Doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Erschöpfung, die sich gut tarnt: Psychologin Dr. Judith Joseph über ein Phänomen unserer Zeit - und wie man gegensteuert.

Gekonnt meistern sie ihren herausfordernden Alltag, liefern zuverlässig ab, lächeln in Meetings und organisieren Familienleben und Karriere mit scheinbarer Leichtigkeit. Und doch kämpfen viele von ihnen mit einer Form der Depression, die selten erkannt wird: der hochfunktionalen Depression. Der Begriff ist kein offizieller diagnostischer Ausdruck, sondern beschreibt ein Phänomen, das Psychiater:innen und Therapeut:innen zunehmend beobachten. Menschen, die nach außen hin erfolgreich und stabil wirken, erleben innerlich anhaltende Leere, Erschöpfung und Sinnverlust. „Es ist die Art von Depression, die sich gut tarnt“, sagt die US-amerikanische Psychiaterin Dr. Judith Joseph im Interview mit WOMAN.

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