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Beliebte Ikone der 90er - Gwen Stefani im Portrait

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15 min
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Gwen Stefani

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Gwen Stefani verkörpert Charisma und Female-Empowerment. Bekannt geworden durch ihrer Band No Doubt, entwickelte sich die vielseitige zu einem Allroundtalent, das nicht nur die Musik-, sondern auch die Beauty- und Modewelt rockt.

Gwen Stefani zählt neben internationalen Powerfrauen wie Madonna, Alanis Morisette und Britney Spears zu den beliebtesten Sängerinnen der 90er. Aber nicht nur ihre einzigartige Stimme stach hervor, sondern auch ihr Fashion-Style, der sich heute im Y2K-Style wiederfindet.

Der Signature-Look der "Don't Speak"-Sängerin bestand vor allem aus bauchfreien Crop-Tops und tief sitzenden Boyfriend-Jeans, mit schweren Gürtelketten. Die Verschmelzung von SKA und Hip-Hop mit einer Prise Blümchen waren Teil ihres lässigen Alternative-Girlie-Looks. Sie mischte gekonnt verschiedene Genres und begründete damit ihren ganz eigenen Stil, der dieses Jahrzehnt mitprägte.

Steckbrief

  • Name: Gwen Renée Stefani

  • Geboren am: 03. Oktober 1969

  • Sternzeichen: Waage

  • Geburtsort: Fullerton, Kalifornien, USA

  • Wohnort: Los Angeles

  • Beruf: Sängerin und Modedesignerin

  • Ehepartner: Gavin Rossdale (2002 – 2016), Blake Shelton (seit 2021)

  • Kinder: Kingston Rossdale (*2006), Zuma Nest Rock Rossdale (*2008) und Apollo Bowie Flynn Rossdale (*2014 )

Gwen Stefani ist nicht nur Sängerin und Songschreiberin, sondern auch Schauspielerin, Modedesignerin und Mutter von drei Söhnen – ein echtes Allroundtalent also.

Bekanntgeworden durch ihre unverwechselbare und kraftvolle Stimme als Frontsängerin von "No Doubt", ist sie mittlerweile auch als Solokünstlerin äußerst erfolgreich – nicht zuletzt, weil sie sich immer wieder neu erfinden und ihren Sound weiterentwickeln kann.

Auf jeden Fall ist die mehrfache Grammy Gewinnerin eine talentierte und einflussreiche Künstlerin, die der Musikindustrie einen bleibenden Stempel aufgedrückt hat. Darüber hinaus sorgte sie außerdem immer wieder mit ihrem ausgefallenen Modestil und ihrem turbulenten Privatleben für Aufsehen. Aber zurück zum Anfang …

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© imago

Gwen Stefanis Kindheit und Einstieg ins Musikbusiness

Gwen Stefanis Kindheit verlief nach ihrer Geburt am 03. Oktober 1969 relativ ereignislos. Zusammen mit einem jüngeren Bruder, einer jüngeren Schwester und ihrem älteren Bruder Eric wuchs Gwen im kalifornischen Anaheim auf. Ihre Eltern gingen ganz normalen Jobs nach und gaben ihre musikalische Vorliebe für Folk an ihre Kinder weiter. Kein Wunder also, dass Gwens Bruder Eric zusammen mit einem Freund und seiner Schwester eine Band gründen wollte.

Die 1986 gegründete Formation No Doubt war zuerst eine reine Coverband, die Songs der britischen Band Madness zum Besten gab. Doch schon bald wurde die junge Band laut dem Magazin Rollingstone von dem Suizid ihres Mitgründers John Spence überschattet.

Für Gwen Stefani bot der tragische Tod ihres Bandkollegen aber auch eine Chance: Während sie zuerst nur als Background-Sängerin in der Band fungierte, übernahm sie fortan auch die Rolle der Leadsängerin und wurde zur Frontfrau und dem Gesicht der Gruppe – eine Rolle, die der charismatischen Powerfrau wie auf den Leib geschneidert schien.

Erste Erfolge, Stilwechsel und Durchbruch mit No Doubt

Als Ska-Band war No Doubt zuerst vor allem innerhalb ihres Heimatstaats Kalifornien erfolgreich – und damit auch durchaus voll und ganz zufrieden. Mit ihrem ersten eigenen Album und als Vorgruppe der britischen Rockband Bush gewannen sie Anfang der 90er aber auch darüber hinaus an Bekanntheit.

Gleichzeitig entwickelte sich No Doubt musikalisch weiter und verwob den klassischen Ska immer mehr mit Elementen aus Pop und New Wave. Gwen Stefanis Bruder Eric war mit dieser Entwicklung allerdings nicht einverstanden und verließ die Band daraufhin 1994, um als Zeichner für die Zeichentrickserie Die Simpsons zu arbeiten.

Letztendlich erwies sich der Stilwechsel, den die bunte Gwen Stefani nicht nur musikalisch, sondern auch optisch verkörperte, allerdings als voller Erfolg: Das 1995 erschienene zweite Studioalbum "Tragic Kingdom" wurde ein internationaler Erfolg und hielt sich in den USA wochenlang auf Platz Eins der Charts.

Auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz verkaufte sich das Album bestens und konnte Gold, beziehungsweise Platin erringen. Auch die beiden Single-Auskopplungen "Don’t Speak" und "Just A Girl" waren jeweils ein voller Erfolg. Gwen Stefani war plötzlich überall und spielte mit ihrer Band zwei Jahre lang Konzerte in aller Welt.

Von der Band-Frontfrau zur Solokünstlerin

Bereits Ende der 90er arbeitete Gwen Stefani auch ohne No Doubt mit anderen Künstlern zusammen an verschiedenen Musikstücken. So sang sie beispielsweise Lyrics für Moby oder sang zusammen mit Rapperin Eve "Let Me Blow Ya Mind" – eine Kollaboration, für die die beiden mit einem Grammy ausgezeichnet wurden und die in Österreich auf dem ersten Platz der Charts landete.

Durch die vielen unterschiedlichen Einflüsse entwickelte sie sich sowohl menschlich als auch musikalisch stetig weiter – letzteres ließ sie auch in ihre Arbeit bei No Doubt einfließen.

Die Tatsache, dass die Band mit ihrem vierten und fünften Studioalbum nicht an ihren vorigen internationalen Erfolg anknüpfen konnte, bestätigte allerdings Gwen Stefanis Wahl, in Zukunft vor allem als Solokünstlerin tätig zu sein.

2012 tat sich die Band noch einmal für ein weiteres Album zusammen, das kommerziell allerdings nicht erfolgreich war. Es folgten keine weiteren Projekte der Band. Getrennt hat sich die Band allerdings auch nicht.

Gwen Stefani als erfolgreiche Sängerin und Rapperin

Ihr offizielles Solo-Debut gab Gwen Stefani 2004 mit ihrem ersten Solo-Album namens "Love. Angel. Music. Baby.", kurz auch L.A.M.B. genannt. Die erste Single "What you're Waiting For" erreichte Platz 47 und "Hollaback Girl“ kletterte dann sogar auf Platz eins der Billboard Hot 100. Darin verarbeitete sie Einflüsse aus New, Wave, Synthpop und Elektro zu eingängigem Pop zusammen – mit Erfolg: Sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Kanada verkaufte sich das Album so gut, dass es mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde. In Österreich, der Schweiz und Deutschland reichte es immerhin für Gold. Gwen Stefani befand sich also wieder auf Erfolgskurs.

Das zweite Solo-Album folgte mit "The Sweet Escape" bereits 2006. Neben den bereits auf dem ersten Album sichtbaren Einflüssen ließ sich Gwen Stefani nun auch zunehmend vom Rap und ihren Kollaborationen mit Eve inspirieren. Das Album verkaufte sich nicht so gut wie "L.A.M.B.", war jedoch trotzdem international erfolgreich – genau wie die auf die Veröffentlichung folgende einjährige Welttournee.

Besonders anzumerken ist die gleichnamige Single. Der Song hielt sich 20 Wochen in den deutschen Charts und schaffte es bis auf Platz 6. Auch in Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA war "The Sweet Escape" der erfolgreichste Song von Gwen Stefani.

Karriereende und Comeback von Gwen Stefani

In der Zeitschrift Entertainment Weekly verkündete sie das Ende ihrer Solokarriere – lange konnte sie ihre Finger aber nicht von der Musik lassen: Ende 2014 veröffentlichte sie gleich zwei Comeback-Singles und 2016 ihr drittes Studioalbum. Dieses konnte allerdings nicht an den Erfolg ihrer vorigen Veröffentlichungen anknüpfen. Auch das 2017 mit ihrem damaligen Freund Blake Shelton aufgenommene Weihnachtsalbum konnte keinen kommerziellen Erfolg erzielen.

Zwischen 2018 und 2020 spielte Gwen Stefani eine eigene Show im Zappos Theatre in Las Vegas, in der sie sowohl eigene Kompositionen als auch Songs von No Doubt zu einem stimmigen Gesamtbild verwob. 2020 veröffentlichte sie außerdem zwei Duette mit Blake Shelton sowie eine Single, der ein weiteres Studioalbum folgen soll. Es bleibt also nicht ruhig um die selbstbewusste Gwen Stefani und ihre Powerstimme.

Erfolge im Mode- und Beauty-Business

Gwen Stefani ist nicht nur für ihren einzigartigen musikalischen Stil, der oft eine Mischung aus Punk-, Pop- und Rockelementen enthält, bekannt. Auch ihr Modestil und ihre Outfits bei ihren Auftritten als Sängerin von No Doubt sorgten schnell für Schlagzeilen. Bereits als Kind nähte Gwen Stefani mit ihrer Mutter Kleider für sich und die Familie. Dementsprechend fertigte sie auch viele ihrer Bühnenoutfits selbst an und konnte sich in ihnen dadurch voll und ganz ausdrücken.

Gwen Stefanis Modestil wird dabei oft als eklektisch beschrieben, und sie integriert häufig Elemente aus verschiedenen Stilen in ihre Outfits. Sie ist bekannt für ihre Vorliebe für kräftige Farben und Muster und trägt oft Kleidung, die auffällig ist und die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Kein Wunder also, dass Gwen Stefanis einzigartiger Stil sie zu einer Modeikone gemacht hat.

Harajuki Lovers & L.A.M.B.

Diesen Status hat sie zweifelsohne mit ihrer eigenen Modelinie namens L.A.M.B. noch zusätzlich gefestigt. Die Linie wurde 2004 auf den Markt gebracht und ist, genau wie Gwen Stefani selbst, bekannt für ihren Mix aus verschiedenen Stilen und Einflüssen, darunter japanische, indische und jamaikanische Einflüsse.

L.A.M.B. wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen gelobt und war in vielen Modemagazinen und auf Laufstegen zu sehen. In den folgenden Jahren brachte Gwen Stefani eine zweite Modelinie mit dem Namen Harajuku Lovers heraus. Die Kleidungsstücke dieser Kollektionen waren mehr für den Alltag gedacht. Mittlerweile führt das von ihr kreierte Label auch Parfums bis hin zu Kindermode.

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Das gleiche gilt für ihre dritte Linie DWP (Design with Purpose), die in Zusammenarbeit mit Michael Glasser, dem Gründer von 7 for all mankind, entstand.

Gwen Stefani lässt oft Elemente ihres eigenen persönlichen Stils in die Entwürfe ihrer Modelinie einfließen und ist stark in den kreativen Prozess jeder Kollektion eingebunden. Sie trägt die Teile von L.A.M.B. oft auch selbst, um ihre Marke zu promoten – und weil sie sich mit den bunten und ausdrucksstarken Entwürfen auch wirklich identifizieren kann. Auch bei prominenten Kolleginnen wie Teri Hatcher, Nicole Kidman oder Paris Hilton kammen Gwen Stefanis Entwürfe gut an und wurden von diesen getragen.

Gwen Stefanis eigenes Beauty-Label: GXVE Beauty

Die dreifache Grammy-Preisträgerin, Sängerin und Songwriterin ist seit dem großen Durchbruch ihrer Karriere, aber auch für ihren kultigen Make-up-Look bekannt: Eyeliner und kräftigen roten Lippen. Da ist es auch kein Wunder, dass sie es anderen Stars wie gleichtat und eine eigene neuen Make-up-Linie ( GXVE Beauty) auf den Markt brachte.

Dem Magazin Forbes verriet Gwen, dass sie schon zu den "No Doubt"-Zeiten ihr Make-up gerne selber machte.

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Gwen Stefani und die Liebe

Insgesamt mehrere Jahre mit No Doubt und als Solokünstlerin auf Welttournee oder im Studio, um neue Singles und Alben aufzunehmen – bleibt da überhaupt noch Zeit für die Liebe oder eine Familie? Gwen Stefani würde diese Frage auf jeden Fall mit "Ja!" beantworten – vor allem, wenn sich Arbeit und Privatleben miteinander verbinden lassen.

Ihren ersten Mann, den Sänger Gavin Rossdale, lernte Stefani auf der gemeinsamen Tour mit seiner Rockband Bush kennen. Dementsprechend verbrachten die beiden zu diesem Zeitpunkt sowieso viel Zeit miteinander und hatten von Anfang an die Musik als gemeinsames Interesse.

Auch ihren zweiten Mann Blake Shelton lernte Gwen Stefani durch die Musik kennen: Die beiden trafen sich bei den Dreharbeiten für The Voice, wo beide als Juroren tätig waren. Nachdem sie 2015 ein Paar wurden, veröffentlichten sie zusammen mehrere Singles und Duette.

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Auch inhaltlich findet sich das Liebesleben von Gwen Stefani in ihrer Musik und ihren Texten wieder: So handelt zum Beispiel der Song "Used to Love You", die erste Single ihres dritten Studioalbums, zweifelsohne von dem Ende ihrer Beziehung und ihrer Ehe mit Gavin Rossdale. Aber auch ihre Duette "Nobody but You" und "Happy Anywhere" mit Blake Shelton dürften wahrscheinlich widerspiegeln, wie sie sich mit ihrer neuen Liebe fühlt.

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