
Diese Frage gibt Aufschluss darüber, welche Beautyprodukte wir verwenden sollten - zumindest laut der indischen Heilkunst Ayurveda. Denn innere Balance tut auch Ausstrahlung und Haut gut.
Morgens trinken Sie ein Glas warmes Wasser, nach dem Zähneputzen reinigen Sie Ihre Zunge, und in der Tagescreme sind Safran und Sandelholz enthalten? Dann leben Sie (vermutlich unbewusst) bereits nach Prinzipien der über 5.000 Jahre alten ayurvedischen Lehre, die auch als „Wissenschaft des Lebens“ bekannt ist. Das Ziel: „Körper, Geist und Seele in Balance zu bringen, um möglichst gesund, lange und glücklich zu leben“, so Lot van Rij. Die Niederländerin ist Head of Innovations bei Rituals Cosmetics. Anlässlich des Relaunchs der „The Ritual of Ayurveda“-Linie trafen wir sie in Amsterdam.
Schön von innen
„Bei Ayurveda geht es darum, Glück und damit die innere Balance in kleinen Dingen zu finden – etwa in wohltuenden Schönheitsritualen“, erklärt van Rij. Ihr liebstes Ritual: eine ausgiebige Dusche, bei der Körper und Gesicht morgens gründlich gereinigt und intensiv gepflegt werden. Zum Einsatz kommen dafür traditionelle Wirkstoffe wie Neem (entzündungshemmend und ideal bei Akne), Kurkuma (antibakteriell und hautaufhellend), Ashwagandha (liefert Vitalität und Spannkraft) oder Amla (fördert die Hautregeneration). Angenehme, unaufdringliche Düfte sind laut der Expertin außerdem zentral.
Die Doshas
Welche Produkte und Wirkstoffe für einen selbst geeignet sind, entscheidet im Ayurveda das persönliche Dosha. Dieses setzt sich aus einem individuellen Mix aus Vata, Pitta und Kapha zusammen und kontrolliert beziehungsweise steuert alle Vorgänge und Funktionen in unserem Körper, so auch Charakter und Hauttyp. Ist dieses Dosha in Disbalance, macht sich das in Krankheiten, psychischen Störungen oder Hautproblemen bemerkbar. Bei Vata-Typen sind diese meist Trockenheit und Schuppen. Pitta-Haut ist hingegen eher ölig und empfindlich. Und wer zum Kapha-Typ gehört, neigt zu fettigem Glanz. Entscheidend, um das ayurvedische Gleichgewicht zu erreichen, sind neben wohltuenden Ritualen auch eine achtsame Ernährung (warme Speisen zu geregelten Zeiten), feste Routinen und körperliche sowie geistige Balance durch Yoga beziehungsweise Bewegung. Ebenso essenziell laut Profi: „Viel lachen und das Leben nicht zu ernst nehmen. Dazu Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und vor allem das tun, was Freude bereitet.“
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