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Magnesium: Fünf Fragen und Antworten zum Mineralstoff

Magnesium ist mehr als nur ein Element mit der Ordnungszahl zwölf im Periodensystem. Wusstet ihr, dass Magnesium zwar nicht natürlicherweise in unserem Körper vorkommt, wir den Mineralstoff aber zum Überleben brauchen? Wir haben uns mal genauer mit dem wertvollen Mineral auseinandergesetzt und beantworten euch die fünf wichtigsten Fragen zum Thema Magnesium.


Magnesium: Fünf Fragen und Antworten zum Mineralstoff
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1. Wofür benötigt der Körper Magnesium?

An rund 300 biochemischen Reaktionen in unserem Körper ist der Mineralstoff Magnesium beteiligt. Anders gesagt: Magnesium aktiviert eine Vielzahl von Enzymen, die für verschiedene Stoffwechselvorgänge nötig sind. So sorgt das Mineral unter anderem für Zellerneuerung, starke Knochen und Zähne sowie eine einwandfreie Signalübertragung in den Nervenzellen. Eine weitere wichtige Funktion hat Magnesium für unsere Muskeln: Es ist wichtig für den Energiestoffwechsel der Skelettmuskulatur. Das bedeutet, es beeinflusst deren Funktion, Sauerstoffnutzung und Energieversorgung. Selbst autonome Muskelpartien wie der Herzmuskel, die Blutgefäße und Bronchien profitieren von einer ausreichenden Versorgung mit dem Mineral.

2. Wie viel Magnesium benötigen wir?

Magnesium gilt als essenzieller Nährstoff. Das bedeutet: Der menschliche Körper kann Magnesium nicht selbst herstellen, die Versorgung über die Ernährung erfolgen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Frauen ab 25 Jahren eine Zufuhr von 300 Milligramm Magnesium pro Tag. Jüngere Frauen sowie Schwangere benötigen etwas mehr von dem Mineral. Liegt die Magnesiumaufnahme über längere Zeit unter dem empfohlenen Wert, kommt es zu einem Mangel. Bei Menschen, die stark schwitzen, Sportlern, Alkoholikern, essgestörten Personen, Patienten mit hormonellen Störungen oder Magen-Darm-Erkrankungen erhöht sich das Risiko für einen Magnesiummangel ebenfalls.

3. Wie äußert sich Magnesiummangel?

Typisches Merkmal für Magnesiummangel: Muskelkrämpfe. Plötzliche Wadenkrämpfen sowie andauernde Muskelzuckungen deuten auf eine Unterversorgung hin. Häufig treten zudem Kopfschmerzen und Schlafstörungen auf. Die Betroffenen werden nervös und können sich weniger gut konzentrieren, bringen im Sport nicht mehr die gewohnten Leistungen und regenerieren sich deutlich schlechter. Daneben stellen Koordinationsschwierigkeiten, Herzrasen, Müdigkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Probleme Warnzeichen für einen ausgeprägten Magnesiummangel dar. Ein Bluttest gibt eindeutig Aufschluss über die Versorgung mit Magnesium.

4. In welchen Lebensmitteln steckt Magnesium?

Insbesondere pflanzliche Lebensmittel gelten als bevorzugte Magnesiumquellen. Vollkornprodukte, grüne Blattgemüse, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte sind reich an Magnesium. Wer lieber Mineralwasser statt stillem Wasser trinkt, versorgt seinen Körper ebenfalls mit Magnesium: In einem Liter stecken bis zu 200 Milligramm des Minerals.

5. Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

Mit Magnesium angereicherte Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem für Leistungssportler sinnvoll. Durch das häufige Schwitzen verliert der Körper zu viele Mineralien. Auch bei stark eiweiß- und fleischbetonter Kost sowie Stress und regelmäßigem Alkoholkonsum profitiert der Körper von zusätzlichem Magnesium in Form von Pillen oder Brausetabletten. Tatsächlich macht es keinen Unterschied, ob man die Nahrungsergänzungsmittel in flüssiger oder Tablettenform zu sich nimmt. Erst im Dünndarm nimmt der Körper das Magnesium auf. Viel wichtiger ist hingegen die Regelmäßigkeit: Das Magnesium sollte über Wochen hinweg ergänzend eingenommen werden. Über die genaue Dosis und Dauer der Nahrungsergänzung klärt der Arzt auf.

Übrigens: Bei Magnesium gilt nicht „viel hilft viel“. Große Mengen des Mineralstoffs führen zu Durchfall und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Deshalb besser auf Präparate zurückgreifen, die sich auf wenigstens zwei Einnahmen pro Tag verteilen lassen. So profitiert der Körper ohne Nebenwirkungen.