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Contouring: Wie man Bereiche im Gesicht kaschiert oder hervorhebt

Wir zeigen dir, wie Contouring, Strobing & Draping funktioniert. Mit den speziellen Schminktechniken kannst du abgestimmt auf deine Gesichtsform deine Konturen perfekt betonen.

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© iStock / puhhha

Contouring, Strobing und Draping - Diese Techniken sorgen beim Schminken für den perfekten Look. Du willst mehr darüber wissen und es auch mal selbst versuchen? In diesem Artikel findest du Tipps und Anleitungen dafür.

Was ist Contouring?

Beim Contouring werden durch das Auftragen von hellen und dunklen Kosmetik-Produkten verschiedene Bereiche im Gesicht kaschiert oder hervorgehoben.

Wenn du dunkle Töne auf dein Gesicht aufträgst, treten die entsprechenden Partien optisch in den Hintergrund oder wirken dadurch schmaler. Helle Töne heben bestimmte Bereiche deines Gesichtes hervor und betonen so deine Vorzüge. Bei dieser Technik wird besonders auf die verschiedenen Gesichtsformen Rücksicht genommen.

Mit Hilfe bestimmter Make-up-Produkte lassen sich so markantere Konturen und mehr Tiefe erzeugen. Contouring lässt beispielsweise deine Nase schmaler, deine Lippen voller und Wangen oder Kieferpartien betonter wirken.

Die Technik wird auch sehr gerne von professionellen Make-up-Artists angewendet, beispielsweise für besonderes Gelegenheiten wie dem Braut-Make-up bei einer Hochzeit oder Foto-Shootings.

Contouring für Anfänger – So geht's richtig

Auf den ersten Blick sieht diese Modellierungstechnik recht kompliziert aus. Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du mit Contouring dein Gesicht perfekt zur Geltung bringst. Wo genau Konturen und Highlights gesetzt werden, hängt vor allem von deiner Gesichtsform ab.

Schon mit ein paar wenigen Kniffen lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Am besten gelingt es mit speziellen Kosmetikprodukten wie Contouring-Paletten, die helle und dunkle Töne beinhalten. Es gibt auch cremige Produkte in Stiftform, wie Conturingsticks. Pudrige Beautyschätze wie Rouge, Bronzer und Highlighter eignen sich ebenfalls sehr gut für das Setzen von Konturen.

Die Farbe für die dunklen Schattierungen sollte maximal 2-3 Nuancen dunkler sein als dein Teint.

Cremes oder Puder - Welche Produkte eignen sich für dich?

Ob du lieber cremige oder pudrige Konsistenzen verwendest, bleibt dir überlassen. Sie sollten jedoch nicht miteinander vermischt werden, da sie unterschiedliche Looks erzeugen.

Cremige Texturen halten länger und bringen stärkere Kontureffekte. Aber sie verzeihen Fehler weniger und können falsch angewendet schnell maskenhaft wirken. Du trägst diese am besten mit einem Foundation-Pinsel auf verteilst sie mit einem speziellen Schwämmchen (Beautyblender).

Tipp

Pudrige Texturen sind für Anfänger besser geeignet, da sie sich leichter verblenden lassen und natürlicher sowie sanfter wirken. Fehler lassen sich auch einfacher ausbessern.

Schritt 1 – Gesichtsform bestimmen

Zuerst solltest du deine Gesichtsform bestimmen. Eckig, oval, herzförmig oder rund? In folgendem Artikel zeigen wir dir, wie es geht: ➠ Gesichtsformen: Welche gibt es und so bestimmst du deine!

Schritt 2 - Die Basis

Pflege: Dann solltest du dein Gesicht mit der richtigen Pflege versorgen, um eine perfekte Basis für das darauffolgende Make-up zu erhalten. In folgendem Artikel du mehr: ➠ Skincare - Alles, was du über Gesichtspflege wissen musst

Grundierung: Ein Primer sorgt dafür, dass Schminke und Make-up länger halten. Eine passende Foundation, die deinem Hauttypen entspricht, ist die perfekte Grundierung und sorgt für einen ebenmäßigen Teint. Ein Concealer sorgt für einen frischen Look und kaschiert Augenringe. Auch diesen solltest du richtig auftragen und Concealer Fehler vermeiden.

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© ElkeMayr

Schritt 3 – Contouring-Produkte anwenden

Wenn deine Base fertig ist, geht es ans Modellieren. Berücksichtige dabei deine Gesichtsform, um ein besonders schönes Ergebnis zu erhalten. Verblende die aufgetragenen Produkte sanft mit Pinsel, Blender oder deinen Fingern.

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© iStock

Contouring-Tipps für ovale Gesichter

Bei einem ovalen oder länglichen Gesicht setzt man am besten weniger Schattierungen. Sie werden unterhalb der Wangenknochen, am Stirnansatz sowie unterhalb des Kinns aufgetragen. Helle Töne dürfen auf die gesamte Stirn, das Kinn und unter den Augen gesetzt werden.

Contouring-Tipps für herzförmiges Gesicht

Eine breite Stirn und ein spitz zulaufendes Kinn sind die Merkmale eines herzförmigen Gesichts. Um die Differenz auszugleichen, schattiert man die Schläfen in einem Bogen am Ohr vorbei bis runter zu den Wangenknochen. Highlights werden auf Stirn, Kinn und unter den Augen gesetzt.

Contouring-Tipps für eckiges Gesicht

Eckige Gesichter wirken meist hart und markant. Mit Contouring kann man es weicher erscheinen lassen. Dafür die dunkle Farbe bogenförmig auf den Stirnansatz auftragen, links und rechts unterhalb des Kieferknochens sowie auf den Wangen. Die hellen Töne kommen auf die Stirn, das Kinn und unter die Augen.

Contouring-Tipps für ein rundes Gesicht

Ein rundliches Gesicht schminkt man etwas schmaler: Die dunklen Töne werden dabei auf die Stirnaußenseiten, über die Schläfen bis runter zum Kiefer gesetzt. Highlighter trägt man auf die Stirn, das Kinn, den Nasenrücken und unter den Augen auf.

Schritt 4 - Finish & Setting

Für bessere Haltbarkeit solltest du flüssige Contouring-Produkte und Sticks mit einem transparenten Puder fixieren. Solltest du dich für pudrige Produkte entschieden haben, ist das nicht nötig. Ein Fixierspray sorgt hier, wenn gewünscht für einen Look, der länger hält.

Die besten Tipps für Contouring im Gesicht

Hier folgen noch ein paar allgemein beliebte Tipps fürs Kaschieren und Modellieren der Konturen, mit denen du deinen Make-up-Look optimieren kannst.

Augen zum Strahlen bringen

Highlights an den inneren Augenwinkeln sorgen für einen wachen und strahlenden Look. Das klappt auch wunderbar mit einem hellen glitzernden Lidschatten.

Doppelkinn wegschminken

Einfach die Bereiche, welche du kaschieren möchtest, mit dunklen Tönen versehen und schon tritt der kleine Schönheitsmakel in den Hintergrund.

Nase modellieren und richtig konturieren

Eine breite Nase verkleinern: Sie wirkt schmaler, wenn du den Nasenrücken bis zur Nasenspitze hell betonst und an den Seiten dunkle Töne setzt.

Die Nase optisch verkürzen: Der helle Ton wird am Nasenrücken nur bis zur Mitte verwendet. Etwas unterhalb der Nasenspitze wird der dunkle Ton gesetzt. Eventuell einen zusätzlichen hellen Punkt direkt an der Spitze auftragen.

Was ist Tantouring?

Vielleicht hast du auch schon davon gehört? Diese Technik funktioniert ähnlich, sie hält aber länger und soll natürlicher wirken. Der Name setzt sich aus "tan" (Bräune) und Contouring zusammen.

So funtioniert Tantouring

Beim Tantouring wird mit Selbstbräuner-Produkten gearbeitet. Die statt der dunklen Töne aufgetragen werden. Dadurch hält der Effekt über mehrere Tage hinweg.

Diese Variante ist aber eher etwas für Fortgeschrittene, da sie keine Fehler verzeiht und diese länger sichtbar bleiben. Sie können nicht wie beim Contouring einfach abgeschminkt werden.

Was ist Strobing?

Diese Technik ist weniger aufwendig als Contouring. Auf schattierende dunkle Töne wird dabei verzichtet. Hier wird nicht mit dramatisch modelliert, sondern nur mit luminierenden Highlights gearbeitet. Diese heben mittels Lichteffekten markante Bereiche im Gesicht hervor. Durch die Reflektion entstehen natürliche Konturen. Die Highlights sollten dabei sparsam benutzt werden. Das funktioniert am besten mit einem nicht allzu großen Pinsel oder mit dem kleinen Finger.

Der Begriff leitet sich übrigens vom Stroboskop ab, das beispielsweise in Clubs zum Einsatz kommt, um coole Lichteffekte zu erzeugen.

So geht Strobing

Nach dem dein Gesicht perfekt grundiert ist, werden mit einem Highlighter-Produkt Nasenrücken, Kinn, die Wangenknochen, Stirnmitte und Lippenbogen betont. Highlights unterhalb der Augenbrauen und in den Augeninnenwinkeln lassen den Blick wacher wirken und bringen deine Augen zum Strahlen.

Eine runde Gesichtsform wirkt durch auf den Wangen gesetzten Highlights schmäler. Eine längliche Gesichtsform wirkt durch Lichtpunkten an den Schläfen harmonischer.

Was ist Draping?

Bei dieser Schminktechnik werden die Highlights nur mit Hilfe von Rouge gesetzt. Damit lassen sich schnell sanfte bis dramatische Konturen setzen. Am besten funktioniert es mit einem großen soften Blush-Pinsel oder einer Fan-Brush.

So geht Draping

Das Rouge wird c-förmig von den Wangenknochen bis zu den Schläfen hin aufgetragen. Du kannst das Rouge auch auf den Augen und unterhalb der Brauen auftragen.

Das Rouge sollte auf jeden Fall gut zu deinem Hauttypen passen. Je nach Intensität und Farbe lässt sich der Look von natürlich bis markant stylen.

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Alternativ funktioniert diese Methode auch toll mit einem Lippenstift, den du wahrscheinlich sowieso in deiner Handtasche hast. So kannst du auch unterwegs schnell für ein stylishes Make-over sorgen. Am besten nimmst du dafür nur wenig Produkt mit dem kleinen Finger auf und klopfst es sanft auf die Haut.

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Thema: Make-up