
Wie findet man Sinn in einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint? Autorin Tamara Dietl spricht über Überforderung und Hoffnung – und darüber, warum ein gutes Leben mehr mit Haltung als mit Glück zu tun hat.
Dass das Leben selten planbar ist, weiß Autorin Tamara Dietl aus eigener Erfahrung. Die Hamburgerin hat sich als Beraterin für den konstruktiven Umgang mit Krisen einen Namen gemacht – nicht zuletzt, weil sie selbst mehrere schwere Schicksalsschläge erlebt hat. Innerhalb weniger Jahre verlor sie ihre Mutter, ihren Vater und ihre große Liebe, Kultregisseur Helmut Dietl („Monaco Franze“, „Kir Royal“, „Schtonk!“). Das Paar heiratete 2002 und lebte überwiegend in München. Während seiner schweren Krankheit begleitete sie ihn eng – nach seinem Tod 2015 verarbeitete sie diese Zeit in Büchern und Vorträgen. In ihrem neuen Buch, „Die Seele bleibt Fußgänger“ (btb Verlag), erzählt Tamara Dietl von ihrer bemerkenswerten Lebensreise und denkt darüber nach, worauf es jetzt ankommt: in einer Gegenwart, in der vielen die Orientierung abhandengekommen ist. Wir baten sie um ein Gespräch.
