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Natalie Portman: Die "Black Swan"-Schauspielerin im Portrait

Die Oscarpreisträgerin erlang durch ihre Rollen in "Star Wars" und "Black Swan" weltweiten Ruhm. Natalie Portman ist aber weit mehr als "nur" eine gefeierte Hollywood-Schauspielerin, sie ist auch als Regisseurin und Produzentin tätig, hat einen Harvard-Abschluss in Psychologie, ist seit vielen Jahren glücklich verheiratet und Mutter zweier Kinder. Wie sie privates und berufliches trennt, erfährst du hier.

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Natalie Portman
© 2022 Getty Images

Natalie Portman ist eine der genialsten und erfolgreichsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Ihre Filme zeigen ihre Liebe zur Schauspielerei und sind anspruchsvoll und künstlerisch. Durch ihre Rollen in "Star Wars" und "Black Swan" wurde sie berühmt. Sie gilt als introvertiert, still und zurückhaltend und trennt ihr Privatleben strikt von der glitzernden Filmwelt.

Steckbrief

  • Name: Natalie Portman (geborene Neta-Lee Hershlag)
  • Geburtstag: 9. Juni 1981 in Israel
  • Wohnort: Los Angeles, Kalifornien
  • Sternzeichen: Zwilling
  • Beruf: Schauspielerin
  • Ausbildung: Abschluss in Psychologie an der Harvard Universität
  • Familienstand: Verheiratet mit Benjamin Millepied
  • Kinder: Aleph (*2011) und Amalia (*2017)

Natalie Portmans frühe Anfänge

Die begnadete Schauspielerin wurde 1981 in Israel unter dem hebräischen Namen Neta-Lee Hershlag geboren und zog mit ihren Eltern im Alter von drei Jahren nach New York. In einer Pizzeria in New York wurde ein Model-Scout auf sie aufmerksam und bot ihr einen Job an. Natalie Portman lehnte jedoch ab, weil sie sich auf die Schauspielerei konzentrieren wollte.

Zwei Jahre später, im Jahre 1994, bekam die damals 13-Jährige eine Rolle im Film "Léon – Der Profi" und spielte an der Seite von Jean Ramo. Für diese Rolle hat sie sich mit ihrer Willensstärke und ihrer Leidenschaft zur Schauspielerei gegen 2000 Mitbewerberinnen durchgesetzt. Ab diesem Film nimmt sie den Künstlernamen Natalie Portman (Mädchennamen ihrer Großmutter väterlicherseits) an, um ihre Familie aus der Öffentlichkeit bessern fernhalten zu können.

1997 nahm sie die Rolle der Anne Frank am Theater an und überzeugte sowohl das Publikum als auch die Kritiker. Hätte man Natalie Portman nicht die Rolle der Königin Amidala in "Star Wars" angeboten, wäre sie womöglich am Broadway geblieben und hätte Ihre Theaterkarriere fortgesetzt.

Ihr Durchbruch: Die Rolle als Königin Amidala in "Star Wars"

Durch Ihre Rolle als Königin Amidala gelang ihr der Durchbruch in Hollywood und sie wurde durch die neuen Episoden des Science-Fiction-Klassikers eine international anerkannte Schauspielerin. Daraufhin erhielt sie große Rollen wie in "Hautnah", "Garden State" und "Freundschaft Plus". Sie wurde einer breiten Masse bekannt und etablierte sich als Publikumsliebling. Die Filmkritiker:innen beeindruckte sie mit ihrer Wandelbarkeit und schauspielerischen Vielfalt.

Für Ihre Rolle bei "V wie Vendetta" rasierte sie sich vollständig die Haare ab und trug für eine lange Zeit selbstbewusst eine Glatze. Bei "Black Swan" spielte sie eine junge Balletttänzerin und lernte eigens dafür Ballett. 2011 zahlte sich ihre harte Arbeit jedoch aus und sie bekam einen Oscar für die beste Hauptdarstellerin.

So viel Arbeit steckte Natalie Portman in "Black Swan"

Natalie Portman hat extrem hart für Ihre Rolle bei "Black Swan" gearbeitet und hat sich den Oscar mehr als verdient. Bei ihren Vorbereitungen lernte sie Ballett und stellte dabei fest, wie hart und anstrengend dieser klassische Bühnentanz ist.

Viele Qualen und viel Leid bereiteten ihr auch die Trainingseinheiten, die oft 16 Stunden am Tag dauerten und die zahlreichen Verletzungen, die sie sich dabei zuzog. Außerdem musste sie für die Rolle zehn Kilo abnehmen. Später erzählte sie von dieser Zeit, dass sie in einigen Nächten glaubte, dass sie sterben würde. Für "Black Swan" ging sie jedoch nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und mental an ihre Grenzen.

Sie wurde so stark eins mit ihrer Rolle, dass es ihr auch Monate nach Abschluss der Dreharbeiten schwerfiel, sie selbst zu sein. Darren Aronofsky befeuerte diese Entwicklung, indem er sie und Mila Kunis gegeneinander aufstachelte, damit die Leidenschaft und der Hass möglichst realistisch vor der Kamera erscheinen.

Marvel-Filme: "Thor"-Reihe und "Avengers: Endgame"

Natalie Portman wird normalerweise für Rollen engagiert, die kleine und zierliche Figuren und Charaktere verkörpern. Für den Comic-Blockbuster "Thor" musste sie eine ganz andere Seite zeigen und hart an ihrem Körper und ihrem Erscheinungsbild arbeiten. Sie nannte ihre Rolle bei dem Marvelfilm in einem Interview "eine unglaubliche Herausforderung".

"Für 'Thor' wurde ich jetzt gebeten, so muskelbepackt und groß wie möglich zu werden. Das ist eine unglaubliche Herausforderung – und auch eine Geisteshaltung als Frau."

Dem Drehbuch zufolge war Natalie Portman eigentlich zu klein für die Rolle. Doch trotz dieses Mankos wollen die Macher von "Thor: Love and Thunder" nicht auf die talentierte Schauspielerin verzichten. Deswegen wurde eine Rampe angefertigt, auf der sie während der Dreharbeiten steigen konnte, damit sie sich mit dem großgewachsenen Chris Hemsworth (1,90 m) auf Augenhöhe befindet.

Als Marvel-Heldin war sie in den Filmen "Thor" (2011), "Thor – The Dark Kingdom" (2013) und "Thor: Tag der Entscheidung" (2017) zu sehen. Für "Avengers: Endgame" (2019) wurde nicht genutztes Archivmaterial verwendet. In der Fortsetzung "Thor: Love and Thunder" (2022) wird sie selbst zur Superheldin und schwingt sogar Thors Hammer.

Übrigens verzichtete Chris Hemsworth während den Drehtagen, wo eine Kussszene aufgezeichnet wurde, auf Fleisch, weil Natalie Portman sich vegan ernährt.

Dritte Oscar-Nominierung und ihre Arbeit als Regisseurin und Produzentin

Für ihr Rolle als Präsidentengattin Jacqueline Kennedy in "Jackie: Die First Lady" wurde sie erneut für den Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" nominiert. Ihre Kollegin Emma Stone durfte den Award aber für "La La Land" mit nach Hause nehmen.

Neben ihren Rollen in diversen Filmen fungierte Natalie Portman auch immer öfters hinter der Kamera. So führte sie beispielsweise 2008 Regie für den Kurzfilm "Eve", 2009 für "New York, I Love You" und 2015 für "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis". Auch als Produzentin war sie in verschiedenen Filmen ("Jane Got a Gun", "Stolz und Vorurteil und Zombies", "Eating Animals") tätig.

Das Leben abseits der Filmindustrie

Die Schauspielerin mag es nicht, wenn ihre Person im Fokus der Öffentlichkeit steht. Deswegen wirkt sie oft verschlossen, distanziert und kühl. Dieses Image nahm sie bei "Saturday Night Live" mit einem Rap auf die Schippe. Sie stellte ihr Leben dabei in einem fiktiven Interview mit vielen Schimpfwörtern als wild dar.

Die Distanz zu der Presse hat jedoch einen guten Grund. In Interviews erklärt sie, dass sie eine sehr offene Person sei. Wenn sie Probleme habe, teile sie diese ihren Freund:innen mit. Natalie hat allerdings kein Bedürfnis, Fremden von ihren Problemen zu erzählen und diese in der Öffentlichkeit zu besprechen.

Privat gilt sie als umgänglich, freundlich und zuvorkommend und lebt vegan. Die Filmwelt in Hollywood reicht ihr nicht. Sie hat sich zusätzlich zur Schauspielerei ein Leben abseits von Hollywood aufgebaut. 1999 ging sie nach Harvard und machte einen Abschluss in Psychologie. Sie zog im Jahre 2004 zurück nach Israel, um dort an der Hebräischen Universität Jerusalem zu studieren.

Sie kommentiere diese Entscheidung damit, dass es ihr egal sei, ob die Uni ihre Karriere zerstört. Sie möchte lieber schlau als ein Filmstar sein. Die meisten Hollywoodstars sind oberflächlich und bieten nur schönen Schein. Natalie Portman ist hingegen tiefgründig, kreativ und ein starker Charakter.

Natalie Portman ist auch als Werbemodel gefragt. 2021 ging sie eine viel beachtete Kooperation mit Dior ein und drehte eine Spot für das Parfum "Miss Dior". In der künstlerisch aufbereiteten Werbung taucht sie in einen Ozean aus Blüten ein. Oft wird Natalie Portman eine Ähnlichkeit zu Keira Knightley nachgesagt.

Die beiden Schauspielerinnen stehen für "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" im Jahr 1999 sogar gemeinsam vor der Kamera. Im Film wird ihre Ähnlichkeit sogar genutzt, weil Keira als Zofe Sabé als Doppelgängerin für Natalie als Königin Padmé Amidala eigesetzt wird.

Natalie Portmans privates Familienglück

Obwohl Natalie Portman versucht, die Öffentlichkeit und ihr Privatleben so strikt wie möglich voneinander zu trennen, sickern einige Details immer wieder durch. Es ist zum Beispiel bekannt, dass sie mit dem französischen Balletttänzer Benjamin Millepied verheiratet ist. Das Paar lernte sich am Set von "Black Swan" kennen, wo er als Choreograf arbeitete. Das Paar ist seit 2009 liiert, hat ein gemeinsames Kind und 2012 in Kalifornien geheiratet.

2014 zogen sie nach Frankreich, wo Benjamin Millepied das Opernballett als Tanzdirektor leitete. Zwei Jahre später zog das verliebte Pärchen zurück nach Los Angeles. Nicht lange nach dem Umzug wurde in der Öffentlichkeit bekannt, dass Natalie Portman mit dem zweiten Kind schwanger ist.

Das können wir von Natalie Portman lernen

Stille Wasser sind tief und entfalten riesige Kräfte. Natalie Portman verhält sich distanziert gegenüber der Öffentlichkeit und legt keinen Wert auf Selbstdarstellung. Anstatt zu viel darüber nachzudenken, welches Bild andere von Ihr haben, nutzt sie die Zeit und Energie, um sich selbst zu verwirklichen.

Die Ruhe und die Kraft, die ihr gute Freunde und Vertraute geben, sind intensiver als eine Armee von oberflächlichen Bekanntschaften. Darüber hinaus traut sie sich und hat sie keine Angst davor, Fehler zu machen oder zu scheitern. In einem Interview sagte sie mal: "Scheitern nimmt dir die Angst vor dem Scheitern."