
Die Schauspielerin und Markenbotschafterin steht erneut für Zalando vor der Kamera. In der Herbst/Winter-Kampagne geht sie diesmal komödienhaft der Frage „Was ziehe ich bloß an?“ nach. Wie sie diese Frage auch im echten Leben beantwortet, verrät sie bei uns im Interview.
Handlung mit Intention
Während Lily Collins sich durch ihren Kleiderschrank wühlt und nach einem passenden Outfit für ihre Gemütslage sucht, wird sie von Designerin Bella Freud und Modekritiker Nicky Campbell beobachtet, die ihre Gedanken als Mode-Berater:innen in ihrem Kopf visualisieren und ihr bei einer Entscheidung helfen. Inszeniert als Sitcom ist es die erste Long Form-Kampagne des deutschen Online-Versandhändlers.
„Inner Voices“, so der Titel der Miniserie, will zeigen, dass Mode mehr ist, als nur Kleidung. Durch sie können wir unser Inneres zum Ausdruck bringen und sie kann uns dabei unterstützen, uns jederzeit wie uns selbst fühlen zu lassen. Regie führte die zweifache Grammy-Preisträgerin Melina Matsoukas, die den Award in der Kategorie „Best Music Video“ für „We Found Love“ von Rihanna und Calvin Harris und „Formation“ von Beyoncé gewann.
„Kleidung hat die Fähigkeit, unsere Gefühle und Emotionen auszudrücken“
Inwieweit spiegeln die verschiedenen „inneren Stimmen“ die Gespräche wider, die Sie mit sich selbst führen, wenn Sie sich anziehen?
Ich führe immer Selbstgespräche, wenn ich überlege, was ich an diesem Tag anziehen soll. Bei der Wahl eines Outfits gibt es viel zu bedenken – je nachdem, was der Tag bringt und ob ich im selben Look auch den Abend verbringe. Was möchte ich ausdrücken? Wie möchte ich mich fühlen? Manchmal ist es schwer, immer genau den Mittelweg zwischen beiden Stimmen zu finden, aber beide beeinflussen meine endgültige Entscheidung.
Sind Ihnen Stilentscheidungen mit der Zeit leichter gefallen oder haben Sie immer noch Momente der Unsicherheit, wenn Sie einen Look zusammenstellen?
Ich glaube, mein Stil entwickelt sich ständig weiter, je älter ich werde und je mehr ich auf Reisen verschiedene Designer:innen entdecke. Er hat sich auch sehr verändert, seit ich Mutter geworden bin und andere Prioritäten und Anforderungen an meine Kleidung habe, was Komfort und Praktikabilität angeht. Auch wenn ich mich mittlerweile besser kenne, gibt es immer noch Momente, in denen ich Schwierigkeiten habe, einen Look genau abzustimmen. Zum Glück habe ich Freunde, die mir helfen, wenn ich mich nicht entscheiden kann. Ich liebe es, wenn sie Ideen einbringen, auf die ich selbst nie gekommen wäre.
Und woran erkennen Sie schließlich, dass Sie den richtigen Look gefunden haben?
Es ist ein feines Gleichgewicht, aber letztendlich bin ich mit dem, was ich trage, zufrieden, solange ich mich darin wohl und selbstbewusst fühle. Mit zunehmendem Alter habe ich erkannt, dass es weniger darum geht, wie andere mich sehen, sondern vielmehr darum, wie ich mich selbst fühle. Und um die Praktikabilität dessen, was ich trage, und darum, was ich an diesem Tag erreichen möchte. Es macht keinen Sinn, mit meiner Kleidung zu kämpfen. Wir sollten im selben Team sein, bereit, alles zu meistern, was auf uns zukommt.
Was sagt die neue Herbst/Winter-Kampagne Ihrer Meinung nach darüber aus, wie Menschen heute mit Mode umgehen?
Ich glaube, Kleidung hat die Fähigkeit, unsere Gefühle und Emotionen auszudrücken. Einkaufen, stöbern, sich ankleiden, ja sogar das bloße Blättern in Zeitschriften kann therapeutisch und beruhigend wirken, aber manchmal auch Stress verursachen. Wichtig ist, die Balance zwischen all dem zu finden. Und dabei darauf zu achten, sich selbst treu zu bleiben und so zu sein, wie man von anderen gesehen werden möchte. Das wahre Ich in dir oder vielleicht das „Ich“, das dir hilft, deine Gefühle an diesem Tag zu schützen. Kleidung kann Verletzlichkeit ausdrücken, aber auch eine Rüstung sein. Diese Kampagne zeigt, dass Mode mehr ist als nur Kleidung. Sie ist eine innere Sprache, die nach außen hin ausgedrückt werden kann.
Könnten Sie uns ein bisschen mehr darüber erzählen, wie es war, mit der Regisseurin Melina Matsoukas, Bella Freud und Nicky Campbell zusammenzuarbeiten?
Die Zusammenarbeit mit Melina war so unterhaltsam, entspannt und erfrischend. Sie hatte eine klare Vision, war aber gleichzeitig sehr offen und kooperativ. Wir haben uns während des Drehs unterhalten und sind durch das Set gelaufen, als wäre es mein eigenes Zuhause, was das Ganze sehr real wirken ließ. Die Stimmung am Set war großartig, und dass ich während des gesamten Drehs die Stimmen von Bella und Nicky im Kopf hatte, war eine enorme Hilfe. Das Zusammenspiel ihrer Stimmen und Ansichten mit Melinas Ideen hat mir bei dem Mode-Dilemma meiner Figur wirklich geholfen. Ich habe es auch sehr genossen, mich mit Bella und Nicky zu unterhalten – was zunächst nur mit Modetipps begann und dann sehr schnell zu einer tiefgehenden Therapiesitzung wurde. Was absolut Sinn macht, da es bei dieser Kampagne genau darum geht!
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Welche Szene haben Sie am liebsten gedreht und warum?
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, all die Klamotten auszusuchen und ein Chaos anzurichten, wenn ich total frustriert war, weil ich nicht DEN Look gefunden habe, den ich wollte. Alles aus dem Schrank zu werfen, fühlte sich sehr befreiend und wie eine Art Therapie an.
Welche Rolle spielt Selbstbewusstsein für den persönlichen Stil?
Ich glaube, wenn man sich in dem, was man trägt, wohlfühlt, kann man alles tragen. In der Mode gibt es keine Regeln. Man kann sich in so vielen verschiedenen Versionen seiner selbst kleiden und sich trotzdem wie „man selbst“ fühlen. Selbstbewusstsein ist in dem Sinne entscheidend, dass wenn man selbstsicher ist, kann man sich in allem, was man trägt, wohlfühlen.
Sie haben 15 Minuten Zeit, sich für einen Auftritt auf dem roten Teppich fertig zu machen. Welches ist das eine Schlüsselstück, um das herum Sie einen ganzen Look aufbauen würden?
Das hängt davon ab, zu welchem Anlass der rote Teppich ist. Ich würde nicht sagen, dass es ein bestimmtes Kleidungsstück ist – es käme wahrscheinlich darauf an, wie ich mich an diesem Tag fühle. Bin ich eher zurückhaltend oder möchte ich einen Wow-Moment? Diese Stimmung bestimmt, wie ich mich auf das Styling vorbereite. Andernfalls, wenn ich meinen Look bereits kenne, würde ich sagen, dass mein Outfit bestimmt, wie diese 15 Minuten genutzt werden. Wenn es gewagt ist, würde ich beim Glamour wahrscheinlich zurückhaltender sein, aber wenn es ein eher dezenteres Outfit ist, kann ich das Make-up etwas aufpeppen.
Mit Blick auf die Herbst/Winter-Saison 2026: Gibt es Trends, Kleidungsstücke oder Styling-Ideen, auf die Sie sich in dieser Saison besonders freuen?
Der Kontrasttrend inspiriert mich sehr. Klare und minimalistische Silhouetten, kombiniert mit reichhaltigen, detailreichen Texturen und monochromen Farbpaletten.


© Zalando





























