Mode ohne Menschen?

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ZU SCHÖN, UM WAHR ZU SEIN. Dieses KI-Model ist durch ein paar Mausklicks entstanden – es ist computergeneriert. Modemarken können durch Avatare wie diesen Millionen sparen.

©Shutterstock

KI-Models erobern jetzt Fashion-Kampagnen, Avatare ersetzen Shootings. Was ist noch echt – und spielt das überhaupt eine Rolle? Ein Blick auf eine Branche im Umbruch.

Was für eine Erscheinung! Ihr Teint strahlt, die Mähne glänzt, die Silhouette scheint perfekt definiert. Wie viele Stunden Reformer Pilates es allein schon für diese Taille braucht? Besser nicht nachrechnen. Zu perfekt, um wahr zu sein: Die KI-Models, also computergenerierte Avatare, sind gekommen, um zu bleiben. Und mit ihnen auch komplett unrealistische Schönheitsideale, mit denen kein Mensch mithalten kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie müssen weder geschminkt noch frisiert werden – alles, was sie brauchen, sind ein passender Prompt und ein paar Mausklicks, schon verwandeln sich die Models in praktische (und effiziente!) Werbeflächen für Mode-oder Kosmetikbrands. Für einen „Human Touch“ wird sogar mal die eine oder andere Falte oder Hautunreinheit eingebaut. Was ist echt und was nicht? Wissen wir nicht.

Denn ob und wie algorithmische Bildsysteme zum Einsatz kommen, ist bis jetzt noch immer nicht kennzeichnungspflichtig. Der spanische Moderiese Mango war einer der Ersten, der offen zugab, dass die Online-Bilder für die Kollektion „Sunset Dream“ aus computergenerierten Models bestand, auf deren digitale Körper die Kleidung projiziert wurde. Das war 2024. Seitdem hat sich viel getan. Die künstliche Intelligenz hat die Modewelt nachhaltig transformiert. Immer mehr Brands experimentieren damit und verändern dadurch die Art und Weise, wie Mode geschaffen, präsentiert und konsumiert wird: Von komplett virtuell erzeugten Kollektionen hin zur Nutzung für Trendvorhersage oder Online-Stilempfehlungen. Dadurch sparen sich Modekonzerne ganz schön viel Geld. Nach einer Prognose von McKinsey dürften unsere neuen digitalen Alleskönner:innen der Modeindustrie in den nächsten vier Jahren Gewinne von bis zu 275 Milliarden Dollar bescheren. Eine Zahl, die aufhorchen lässt.

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