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"Wer ist denn nun die Braut?": Wenn zwei Frauen heiraten...

Welches Brautkleid? Bekommen wir einen Mengenrabatt bei zwei Kleidern? Wer führt die beiden Bräute an den Traualtar? Die beiden YouTuberinnen Megan und Whitney Kay Bacon-Evans reden über ihre Hochzeit.

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Zwei Frauen in Brautkleidern
© iStock/lambada

Eine Frau heiratet eine Frau. An sich nichts, das uns in der heutigen Zeit noch vom Hocker hauen sollte. Aber eine Sache wirft in dem Zusammenhnag durchaus noch Fragen auf: Nämlich, was tatsächlich auf ein gleichgeschlechtliches Paar zukommt, wenn es mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt. Fragen wie „wer ist die Braut?“ oder anderweitige Überforderung von HochzeitsplanerInnen, die sich bisher nur mit Hetero-Pärchen beschäftigt haben.

Oder aber auch das tatsächliche Dilemma, wenn zwei Personen im Kleid heiraten wollen - was, wenn sie überhaupt nicht zusammen passen? Oder sich beide das gleiche Kleid aussuchen? Und wie teuer ist es erst, ZWEI Hochzeitskleider zu kaufen? All das muss gut durchdacht und noch besser organisiert werden. Denn was, wenn die individuellen Vorstellungen gar nicht zusammenpassen?

Die beiden YouTuberinnen Megan und Whitney Kay Bacon-Evans haben mitgedacht bzw. es mitgemacht und lassen die Welt an ihrem Erfahrungsschatz zu den Hochzeitsvorbereitungen teilhaben. Eine super Sache, die ganz vielen Verliebten dort und da bestimmt hilfreich sein wird.

Hochzeitstraditionen – oh,oh?!

Eigentlich ist so ein Ablauf einer Hochzeit ja weitreichend bekannt. Denn die meisten von uns kennen die unterschiedlichen Hochzeitstraditionen wie Brauteinzug oder Vater-Tochter-Tanz zumindest vom Hörensagen. Aber wie sieht’s eigentlich aus, wenn plötzlich zwei Bräute im Mittelpunkt stehen? Wer tanzt mit wem? Und welche der beiden Bräute wird traditionell vom Brautvater an den Traualtar geführt? Da wird's dann schon ein bisserl kniffliger.

Sowohl Megan als auch Whitney wollten ursprünglich mit ihren Müttern an den Traualtar schreiten. Nachdem die beiden Mamis die Zeremonie aber lieber aus der ersten Reihe beobachten wollten, waren es dann doch - ganz klassisch - die beiden Väter, die ihre Töchter auf diesem unvergesslichen Weg begleitet haben.

Auch der geplante Mutter-Tochter-Tanz hat leider nicht so geklappt, wie sich das die beiden Bräute gewünscht hatten. Sie wollten damit Traditionen aufbrechen: “Manchmal möchte man Traditionen ändern, andere können das aber nicht und das ist auch in Ordnung“ so die beiden. Den Papas sei Dank – auch hier sind wieder die beiden Daddies eingesprungen und haben ihren Töchtern einen unvergesslichen Vater-Tochter-Tanz beschert.

Und wer heiratet jetzt in welchem Kleid?

Wie könnte ein mögliches Hochzeitskleid-Horrorszenario aussehen? Richtig: Völlig unterschiedliche Geschmäcker der beiden Bräute, die dann in einem Kleiderdesaster und vielen Tränen enden. Die eine will Prinzessin sein, die andere möglicherweise ein Kleid im Gothic-Style – es gibt ja schließlich alles.

Doch in diesem Fall no Drama: Die beiden Bräute entschieden sich für sehr ähnliche Kleider und standen sich somit um nichts nach. Eine offene und ehrliche Kommunikation verhindert schlimme Streitereien, die den großen Tag möglicherweise in Gefahr bringen könnten.

Gibt's bei zwei Kleidern Mengenrabatt?

Dass zwei Brautkleider allerdings ein hoher finanzieller Aufwand sind, geben Megan und Whitney bei der Planung zu bedenken. Da muss frau bei ihrer Wahl dann vielleicht ein paar kleinere Abstriche machen. Sie hätten auch immer wieder gehofft, einen Mengenrabatt zu bekommen, da sie ja von allem automatisch zwei Ausführungen nehmen mussten. Leider ohne Erfolg. Daher raten sie dazu, immer im Hinterkopf zu behalten, dass eine Hochzeit - egal, ob hetero - oder gleichgeschlechtlich - nun mal mit einem groooßen finanziellen Aufwand verbunden ist. Dessen sollte sich jedes künftige Ehepaar bewusst sein.

Die richtigen Leute um sich haben

Egal, wer wen heiratet: Das Wichtigste sind die Menschen, die man an diesem unvergesslichen Tag um sich herum hat. Das bestätigt auch das Paar. Leider gibt es auch heute noch viele Stimmen, die sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aussprechen. Eine traurige Tatsache, die aber niemanden davon abhalten sollte, die Liebe offen zu zeigen und auch in Form eines Ehegelübdes zu besiegeln.

Megan und Whitney berichten über die Wichtigkeit, bei der Hochzeitsplanung auf das Bauchgefühl zu hören. Wenn einen schon das leiseste Gefühl beschleicht, dass jemand nicht Teil dieses Abenteuers sein möchte, dann sollte man diesen Jemand auch nicht zu seinem/ihrem Glück zwingen – egal ob Standesbeamtin, Floristin oder Fotografin. Lieber noch einmal auf die Suche machen, anstatt mit dem Endergebnis unglücklich zu sein!

Spaß und Liebe sind das Wichtigste!

Als letzten Tipp geben die beiden Bräute ihren Lesern noch mit auf den Weg, sich nicht im Stress der Hochzeitsplanung zu verlieren. Es sollte jede Sekunde genossen werden - alles fügt sich und kommt so, wie es kommen soll. Laut ihnen war es ein Tag vollgepackt mit Liebe und Spaß. Da bekommt man doch direkt auch gleich Lust auf ein bisschen Hochzeit!

Themen: Liebe, Hochzeit

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