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Andere Länder, andere Sitten: Hochzeitstraditionen im Vergleich!

Heiraten geht in jedem Kulturkreis mit Traditionen einher. Doch gibt es jeweils kleine, aber feine, manchmal auch kuriose Unterschiede! Wir haben die ungewöhnlichsten europäischen Bräuche und Traditionen rund um das heiß ersehnte Ja-Wort zusammengesammelt!

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Andere Länder, andere Sitten: Hochzeitstraditionen im Vergleich!

Gibt es auch nicht allerorts: Den Brautstrauß!

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Sie sind fester Bestandteil einer jeder Hochzeit: Traditionen. Der schönste Tag im Leben wird in vielen Ländern und Kulturen nicht nur von Brautpaar zu Brautpaar, sondern ebenso von Land zu Land unterschiedlich zelebriert – Bräuche spielen hierbei auch heutzutage immer noch eine wichtige Rolle. So sollen manche Liebe, Glück, Gesundheit oder Fruchtbarkeit heraufbeschwören, andere das Böse fernhalten. Ob Morgengabe, Brautentführung, Polterabend, Hochzeitsspalier oder ganz simpel; das weiße Hochzeitskleid: Alleine in Österreich haben wir hunderte alte Traditionen, die wir bis heute hochleben lassen. Da kann man nur erahnen, was in anderen Ländern los sein muss.

Damit allen Österreichern bei der nächsten internationalen Hochzeitseinladung kein kultureller Fehltritt passiert, haben wir und checkfelix.com, die Must-know Hochzeitstraditionen genauer unter die Lupe genommen - und vielleicht gefällt euch ja ein Brauch so gut, dass ihr ihn gleich selbst übernehmen wollt!

1. Dänemark

"Ein Busserl in Ehren, kann niemand verwehren“, zumindest wenn es nach den Hochzeit-Gepflogenheiten in Dänemark geht. Gemäß der vorherrschenden Tradition dürfen Braut und Bräutigam ungeniert "gebusserlt“ werden, wenn einer der beiden den Raum verlässt. Ist das frischgebackene Brautpaar wieder vereint, hält die Contenance aller anwesenden Gäste jedoch wieder inne.

2. Frankreich

Nach der Hochzeitsfeier auf das frischvermählte Brautpaar gebührend anzustoßen, ist ein gängiger Brauch. Dass dies nicht immer im edlen Sektglas sein muss, beweist Frankreich. Sämtliche Getränkereste werden in eine alte Toilettenschüssel gegossen. Die Jungvermählten müssen sich daraufhin den Cocktail der besonderen Art zu Gemüte führen, bis zum letzten Tropfen versteht sich – Santé!

3. Rumänien

Das Anhalten um die Hand beim Vater der Braut kann für erheblichen Nervenkitzel sorgen. In Rumänien setzt man dem noch eines obendrauf. Hier muss sich der Bräutigam vor der Trauung einer Prüfung unterziehen. Der Brautkranz wird an der Krone eines hohen Baumes befestigt. Der Bräutigam hat nun die Aufgabe das Schmuckstück wieder herunterzuholen. Dem Brautpaar soll nach der erfolgreichen Kranz-Pirsch eine glückliche Ehe bevorstehen. Weidmannsheil!

4. Schottland

Hart verdientes Eheglück lautet die Devise in Schottland. Beim sogenannten "Bride Blackening“ wird vorwiegend die zukünftige Braut, mit einem möglichst ekligen Gebräu überschüttet. Saure Milch, faule Eier, Schlamm, Mehl oder Federn – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Feierlich mit der Blackening-Sauce nappiert, darf die Braut noch eine Runde durch die Häuser ziehen. Mit diesem Brauch sollen bereits vor der Hochzeit alle unangenehmen Dinge hinter sich gebracht werden, sodass dem Brautpaar in der Ehe nichts Böses mehr widerfahren kann.

5. Schweden

Rot ist die Farbe der Liebe! Bei einer Hochzeit im hohen Norden geladen zu sein, gilt es tunlichst die Farbe Rot bei der Wahl der Robe zu vermeiden. Diese symbolisiert nämlich, dass man bereits einmal eine Nacht mit dem Bräutigam verbracht hat und dies auch öffentlich kundtun möchte. Daher ist Vorsicht bei der Farbwahl geboten.

6. Niederlande

Lasst die Korken knallen! In den Niederlanden sollten Braut und Bräutigam, aber auch die geladenen Gäste besonders Acht geben, wenn es gilt auf das Brautpaar anzustoßen. Der Korken jener Champagnerflasche, die zuerst geöffnet wurde, spielt hier nämlich eine tragende Rolle. Unter dem Kopfkissen des Brautpaares soll dieser nämlich in der Hochzeitsnacht ein gutes Liebesleben bescheren. Wachsame Augen und Ohren sind also gern gesehene Eigenschaften!

7. Ungarn

Verliebt, verlobt und beinah verheiratet, lautet das Motto in Ungarn. Kurz vor der Vermählung muss sich der Bräutigam ordentlich ins Zeug legen, um die Liebe seines Lebens auch tatsächlich heiraten zu dürfen. Gelingt es nämlich die Braut vor der feierlichen Zeremonie zu entführen, wird die Ehre des Zukünftigen in Frage gestellt. Scheitert der Bräutigam, so gilt dieser der Braut nicht würdig.

8. Finnland

Schwitzen ist gesund und dies vor allem in der Sauna – für die finnische Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil des Alltagslebens. Folglich ist die Existenz einer sogenannten “Hochzeitssauna”, die mittlerweile sogar beim Junggesellinnenabschied eingebunden wird, auch nicht verwunderlich. Im Rahmen dieser Tradition wird die Sauna nicht nur festlich mit Blumen und Birkenzweigen dekoriert, sondern auch den magischen Wesen mit Sprüchen gehuldigt. Diese schweißtreibende Tradition soll der Braut Glück bringen und Kraft für die Höhen und Tiefen der Ehe geben.

Mehl, Salz und Eier haben bei einer finnischen Hochzeitseinladung nichts mit einem gemeinsamen Kuchenbacken zu tun. Werden diese Zutaten vielmehr zur “Waschung der Braut” verwendet, um dieser eine glückliche Ehe zu sichern.

9. Schweiz

Das Bräuche nicht immer nur einen ungewöhnlichen sondern auch einen praktischen Hintergrund haben können, stellt die Schweiz unter Beweis. Am Polterabend erhalten alle Hochzeitsgäste kleine Zettel auf denen sie mit Datum versehene nützliche Gebrauchsgegenstände vermerken, die dem Brautpaar geschenkt werden sollen. Nun ist es an den Gästen, dem Brautpaar diese Gegenstände zu dem besagten Datum zukommen zu lassen – äußerst praktisch!

10. Polen

Die Qual der Wahl beim Fixieren des Hochzeitstermins fällt nicht immer leicht. Spielen bei der Terminfindung unterschiedliche Faktoren, oftmals romantischer Natur, eine Rolle wie etwa der Tag an dem sich das Brautpaar kennen- und lieben gelernt hat. In Polen wird die Auswahl allerdings etwas beschränkt. Hier darf nur in Monaten „Ja” gesagt werden, die den Buchstaben „R” beinhalten. So werden zum Beispiel in diesem Fall die Monate Juni (czerwiec), August (sierpień) und Dezember (grudzień) empfohlen.

11. Deutschland

Ein wichtiger deutscher Hochzeitsbrauch beginnt schon beim Polterabend: Porzellan wird gesammelt und vor dem zukünftigen Zuhause des Brautpaars geworfen, sodass die Scherben fliegen! Das Brautpaar muss dann fleißig kehren und darf erst aufhören, wenn keine Scherben mehr zu finden sind. Fleiß liegt wohl wirklich im Blut der Deutschen.

12. Russland

Und auch in Russland fliegen die Scherben: Während des Empfangs ist es in Russland Brauch, dass die Gäste nach dem Trinkspruch eines engen Freundes oder Verwandten ihr Champagnerglas auf den Boden werfen. Je mehr Gläser beim Aufprall zersplittern, desto mehr Glück bedeutet es für das Brautpaar.​

13. Italien

Hier heiratet man am besten Sonntags, denn das bringt Glück. Unglück wird dagegen der Braut prophezeit, die an ihrem Hochzeitstag irgendetwas goldenes trägt - natürlich nur bis zum Ringtausch.

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