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Windelmarke zeigt zum ersten Mal Babys mit Trisomie 21 in ihrer Werbung

Es ist Zeit, etwas zu ändern: So lautet das Motto des Werbeclips eines britischen Windelherstellers. Denn im Film sind zwei Babys mit Down-Syndrom zu sehen.

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Baby mit Down Syndrom
© iStock

In Österreich leben etwa 9.000 Menschen mit Trisomie 21. Diese Zahl mag zwar klein wirken, jedoch ist die öffentliche Repräsentation von Menschen mit Down-Syndrom verschwindend gering. Und wie in der Wissenschaft schon längst bewiesen ist, fördert eben diese mangelnde Repräsentation das Tabu rund um das Thema Behinderung.

Deshalb ist es umso erfreulicher, Werbeclips wie diesen zu sehen:

Das britische Unternehmen Pura zeigt in dem Clip, der für umweltfreundliche Feuchttücher wirbt, gleich zwei Babys mit Trisomie 21. In England haben sie damit ein Zeichen gesetzt, zumal es die erste TV-Werbung ihrer Art ist. Die Kinder, Lenny und Willow, stehen laut Dailymail bei einer Schauspielagentur unter Vertrag, die sich besonders für Menschen mit Behinderungen einsetzt.

Und auch Guy Fennell, Co-Gründer von Pura, glaubt an die Kraft der Repräsentation: "Wir alle spielen dieselbe Rolle bei der Rettung unseres Planeten. Und auch für die Förderung von Gleichheit, Vielfalt und Inklusion sollten wir uns alle gemeinsam einsetzen." Dieses Motto kommt auch bei den ZuseherInnen gut an: Seit der Veröffentlichung im Juni 2020, hat der Werbeclip knapp 7 Millionen Views auf YouTube gesammelt.

Auch wenn Body-Positivity und Inklusion (Greta Scheichenost hat dazu einen wunderschönen Kommentar geschrieben!) in unserer Gesellschaft immer größer geschrieben werden, haben Menschen mit Down-Syndrom oft mit Ausgrenzung zu kämpfen. Doch in den vergangenen Jahren sind immer wieder einzelne Personen in den Fokus gerückt.

So etwa Madeline Stuart, die nicht nur über 200.000 Insta-FollowerInnen hat, sondern auch als Model arbeitet. Oder Kate Grant, die das Gesicht von der Beauty-Marke Benefit wurde. Und natürlich Katie Meade, die Special-Olympics-Teilnehmerin und Model für eine amerikanische Haarmarke war. Man sieht: Es tut sich was! Und hoffentlich bleibt das auch so.

Themen: Eltern, Kinder

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